Zündapp SX 80 Schwinge

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bengerer
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Zündapp SX 80 Schwinge

Beitragvon bengerer » Samstag 7. Dezember 2019, 13:39

Beitrag von bengerer » Samstag 7. Dezember 2019, 13:39

Servus,

ich habe seit heute eine Schwinge von einer SX 80 bei mir liegen.
Ein Kumpel überholt gerade eine, nun kam er zu mir da ich ja schonmal eine Restauriert habe.
Nur leider ist das scho so lange her und weiss es deshalb nicht mehr.
Habt ihr eine Trick wie ich die Lagerbuchsen rausbekomme, und gibts die irgendwo noch als Nachbau?
Ich weiß nicht mehr wie ich das bei meiner gemacht habe.

Grüsse Manuel
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Schrotthaendler
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Re: Zündapp SX 80 Schwinge

Beitragvon Schrotthaendler » Samstag 7. Dezember 2019, 15:49

Beitrag von Schrotthaendler » Samstag 7. Dezember 2019, 15:49

wenn diese von innen nach aussen gepresst werden wuerde ich mit einer Gewindestange, zwei Beilagscheiben und zwei Muttern arbeiten.
Je groeßer der Dachschaden desto besser sieht man die Sterne ******

Ich bin nicht asozial, ich habe nur keine Toleranz gegenueber Dummheit, Drama, Ignoranz oder Fake-Menschen

441 C50 Super 1971 (von Oma)
517 GTS50 Italia 1969
Zuendapp KS 601 Sport 1952 - Behörde
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... und noch viele andere Marken... wie
Bimota, Ducati, Moto Guzzi, Horex, NSU, Triumph, DKW u. Harley-Davidson

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bengerer
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Re: Zündapp SX 80 Schwinge

Beitragvon bengerer » Samstag 7. Dezember 2019, 16:21

Beitrag von bengerer » Samstag 7. Dezember 2019, 16:21

leider von aussen nach innen

Ingbilly
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Re: Zündapp SX 80 Schwinge

Beitragvon Ingbilly » Samstag 7. Dezember 2019, 23:06

Beitrag von Ingbilly » Samstag 7. Dezember 2019, 23:06

Nabend,

die Schwinge ist meiner Meinung nach der Knackpunkt an der SX.
Hier meine Lösung, mit sehr viel selbst gebauten Teilen.
http://www.ingbilly.de/pages/zsx80res.html
Das mit er über 20 cm langen Schraube durch ein 20cm langes Rohr ist sicher zum Scheitern verurteilt, darum habe ich viele Sachen geändert.

Aber der Ausbauweg wird dabei auch gezeigt. Viel Erfolg.

Gruß
Jürgen
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bengerer
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Re: Zündapp SX 80 Schwinge

Beitragvon bengerer » Sonntag 8. Dezember 2019, 08:55

Beitrag von bengerer » Sonntag 8. Dezember 2019, 08:55

Hallo,

die Seite hast du ja super gemacht. 10Punkte

Verstehe ich das richtig das du die Hülsen einfach angebohrt das das diese die Spannung verloren?
Und dann auspressen?

Hast du zu deiner Lösung noch die Maßzeichnung?
Die Lösung gefällt mir auch gut.

Grüsse Manuel

Ingbilly
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Re: Zündapp SX 80 Schwinge

Beitragvon Ingbilly » Sonntag 8. Dezember 2019, 13:40

Beitrag von Ingbilly » Sonntag 8. Dezember 2019, 13:40

Hallo,

nein, nicht ganz.
Ich habe die lange Schraube, die quer durch die ganze Schwinge geht, angebohrt, bis der Kopf und das Gewindestück mit der Mutter weg war.
Nur so ging die Schwinge überhaupt aus dem Rahmen und ich habe auch schon Leute kennengelernt, bei denen das so schwer ging und die so verzweifelt waren, daß sie Schwingen und Motorhalter zerschnitten haben.
Also, links und rechts Schraubenkopf und Mutter abgebohrt.
Dann hat man die Schwinge wenigstens draußen.

Dann opfert man den Kunststoffring und schneidet das Rohr und die Schraube neben dem Motorhalter durch.
So bekommt man handhabbare Stücke und kann Schwinge und Motorhalter retten.
Dann habe ich die Schraubenteile aus den großen Schwingenbuchsen ausgepresst. Im Schraubstock ging das ganz gut, aber nicht über die ganze Schwinge pressen, sondern nur übers Auge selbst. Die Schwinge kann man auch verbiegen.

Man bekommt so aus der Buchse in der Schwinge das abgeschnittene Rohrstück und die Schraube ausgepresst.
Die Buchse kann man dann zum Schluß auspressen, die geht gar nicht so hart.

Weil mir diese Konstruktion (Schraube in Rohr, 25cm lang) nicht gefiel, habe ich einen Bolzen zwischen den Rahmen gespannt (wie Hercules es macht) und beidseitig Schrauben verwendet. So bekommt man das auch immer wieder aus dem Rahmen.
Auf dem Bolzen drehen sich Gleitlager und die stecken in den neuen Buchsen.
Es ist aber mit Maßen (Zeichnung ist doch fotografiert) alleine nicht getan, das muß gemeinsam gespindelt werden, sonst fluchtet das nicht und dreht sich schwer bzw. schnappt bei der Drehung.

Was ich aber noch sagen wollte: Schau Dir erst auch den Rest der Schwinge an, die Lagerung der Dreiecksbleche ist auch nicht ohne.
Da bohrt man erst die Schrauben raus und dann schwächt man die Buchsen mit dem Dremel, bis man sie rausgekommt.

Die Federbrücke ist auch so dämlich konstruiert, das ist auch ein Todeskandidat, deswegen habe ich meine eigene Federbrücke gebaut.

Klar wird das Moped nie mehr so hart rangenommen, wie im meiner Jugendzeit (4 Jahre jeden Tag bei Wind und Wetter), aber technisch verbessern wollte ich das schon.

Gruß
Jürgen
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